Start ECE 22.06
ECE 22.06 · geprüft am 02.09.2026

ECE 22.06 ist kein Marketingwort. Sie ist der Mindestfilter beim Neukauf.

Die Norm ersetzt keine Passform. Sie hilft aber, geprüfte Motorradhelme von leeren Sicherheitsversprechen zu unterscheiden.

01

Was die aktuelle Prüfung betrachtet

Die Genehmigungsprüfung umfasst unter anderem Stoßdämpfung an mehreren Punkten und bei unterschiedlichen Aufprallgeschwindigkeiten, das Haltesystem, das Sichtfeld und Anforderungen an Visier und Zubehör.

02

P, J und P/J richtig lesen

Die Kennzeichnung zeigt den geprüften Schutzbereich: P steht für einen Helm mit geprüfter Kinnpartie, J für einen offenen Jethelm. P/J kennzeichnet einen Klapphelm, der je nach konkreter Freigabe offen und geschlossen genutzt werden darf.

  • Etikett direkt am gelieferten Helm kontrollieren
  • Modellbezeichnung und Genehmigung abgleichen
  • Anbauzubehör nur nach Herstellerfreigabe verwenden
03

Was ECE 22.06 nicht entscheidet

Ein normgeprüfter Helm kann trotzdem zu groß, zu klein oder ungeeignet für Deine Kopfform sein. Die Norm bewertet einen Helmtyp im Prüfverfahren – nicht den individuellen Sitz auf Deinem Kopf.

04

Sena, Cardo und Zubehör

Eine Kommunikationsanlage lässt die Genehmigung nicht automatisch erlöschen. Entscheidend sind Herstellerangaben und eine Montage ohne Eingriff in Außenschale oder EPS. Von Klemmen zwischen Außenschale und EPS raten wir ab; nutze freigegebenes Klebezubehör.

Fachlich verantwortet von Stefan Mädl

Helmexperte und Fachhändler aus Weiden · spezialisiert auf Helme seit 2006 · letzte redaktionelle Prüfung am 2. September 2026

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